Gesund & Leben - Oktober 2026

www.gesundundleben.at 07 & 08 / 26 5 LIEBE LESERINNEN UND LESER! Den Tagen mehr Leben geben – und nicht dem Leben mehr Tage. Darum bemühen sich die Palliativteams in den niederösterreichischen Landes- und Universitätskliniken und sichern den Patientinnen und Patienten Lebensqualität bis zuletzt. Doch Palliativmedizin ist weit mehr als Begleitung am Lebensende. Sie soll schwerkranken Menschen möglichst früh dabei helfen, Beschwerden zu lindern, Lebensqualität zu erhalten und jene Zeit, die vor ihnen liegt, so selbstbestimmt und gut wie möglich zu gestalten. Palliative Care steht für „Pallium“, lateinisch „der Mantel“, und meint ein spezialisiertes Team, das Patientinnen und Patienten mit einer unheilbaren Erkrankung schützt und unterstützt. „Care“ heißt sich bemühen, sich sorgen. Es bedeutet, die Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen in Gesprächen zu erkennen, gemeinsame Ziele zu finden und so weitere (Therapie-) Schritte zu planen. Die Palliativversorgung in Niederösterreich ermöglicht eine umfassende und individuelle Betreuung. Mobile Hospiz- und Palliativteams unterstützen die schwerkranken Menschen zu Hause im Kreis ihrer Liebsten. Damit wird ein integriertes und auf die Bedürfnisse der Betroffenen abgestimmtes Versorgungssystem umgesetzt, das die Menschen über Einrichtungs- und Fachgrenzen hinweg mit unterschiedlichen Leistungen begleiten kann. Was es bedeutet, auf einer Palliativstation zu arbeiten, lesen sie ab Seite 44. Besondere Menschen arbeiten hier – viel Herz und Empathie sind nötig, um schwerkranken Menschen ein Gefühl von Geborgenheit zu vermitteln. Wir brauchen Nähe und Geborgenheit. Lange bevor der Mensch Sprache entwickelte, verständigte er sich über den Körper – über Nähe, Blickkontakt und Berührungen. Schon Säuglinge kommunizieren über Berührung, bevor sie Sprache verstehen oder selber sprechen können. Körperkontakt schenkt ihnen Sicherheit, Zuwendung und Geborgenheit. Berührung ist unser erster Sinn und bringt uns ins Gleichgewicht. Ein Mangel an körperlicher Berührung wirkt sich auf den Körper und das psychische Befinden aus. Das belegen auch wissenschaftliche Untersuchungen. Über die Kraft der Berührung lesen Sie mehr in dieser Ausgabe von GESUND & LEBEN. Sowie über viele weitere Anregungen und Impulse für ein langes – und vor allem gesundes – Leben. LEBENSQUALITÄT BIS ZULETZT EDITORIAL Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau ■ LEBENSNAH 42 Tipps & Infos 43 P ost an Kliniken und Pflegezentren Danke sagen 44 G ut leben bis zuletzt Palliativmedizin hilft Schwerkranken dabei, Lebensqualität zu erhalten 48 Z eit für mich Wie Frauen sich selbst stärker in den Mittelpunkt stellen 50 D as große GESUND & LEBEN-Rätsel Jetzt miträtseln und gewinnen! 48Zeit für mich 10 / 26 Bauch in Balance 30 FOTOS: MAGNIFIC: _HAMIM26, _GREAT.VECTOR; ISTOCK: _RGSTUDIO, _STRELNIKOVA; WERNER SCHRITTWEISER, BEIGESTELLT

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