FOTOS: WERNER SCHRITTWEISER Es muss nicht immer schneller, weiter oder anstrengender sein. Wer Freude an der Bewegung findet, tut Körper, Kopf und Seele etwas Gutes. ewegung muss keinen Leistungsdruck auslösen. Sie kann einfach guttun, den Alltag unterbrechen und neue Energie schenken. Gerade im Herbst, wenn die Tage kürzer werden und das Wetter unbeständiger wird, lohnt es sich, bewusst in Bewegung zu bleiben. Es muss nicht immer das intensive Training sein. Ein Spaziergang durch den Wald, eine Runde mit dem Rad oder ein kurzer Weg zu Fuß können bereits viel bewirken. Auch Gartenarbeit, Tanzen, leichtes Krafttraining oder Dehnübungen zu Hause bringen den Körper in Schwung. DEN DRUCK HERAUSNEHMEN Viele Menschen verbinden Sport mit Zahlen und Vorgaben. Es geht um Kilometer, Tempo oder Trainingszeiten. Dabei ist Bewegung vor allem dann nachhaltig, wenn sie Freude macht und zum eigenen Alltag passt. Gerade der Herbst lädt jetzt dazu ein, das Tempo etwas zu reduzieren. Nicht jede Aktivität muss geplant sein und nicht jede Bewegung muss sich wie Sport anfühlen. Wer die kleine Runde an der frischen Luft als Pause betrachtet, statt sie als Pflicht zu sehen, bleibt oft leichter dran. Ein kurzer Spaziergang nach dem Mittagessen kann helfen, den Kopf freizubekommen. Der Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad bringt Bewegung in den Tag. Und ein Ausflug am Wochenende verbindet Aktivität mit Zeit in der Natur oder mit Freunden und Familie. Wichtig ist, realistisch zu bleiben. Wer lange wenig Bewegung gemacht hat, muss nicht sofort große Ziele erreichen. Auch 20 Minuten am Tag sind bereits ein guter Anfang. Häufig kommt die Motivation dann von selbst, wenn man regelmäßig draußen unterwegs ist. Regelmäßige Bewegung stärkt das Herz-Kreislauf-System, die Muskulatur und den Stoffwechsel. BEWEGUNG ohne Leistungsdruck Sie kann außerdem Stress reduzieren, die Stimmung verbessern und zu einem erholsameren Schlaf beitragen. Empfohlen werden 150 bis 300 Minuten Bewegung mittlerer Intensität pro Woche. Dazu zählen etwa zügiges Gehen, entspanntes Radfahren oder Wandern. Ergänzend werden Übungen empfohlen, die die Muskulatur an mindestens zwei Tagen pro Woche kräftigen. Diese Werte sollen Orientierung bieten und nicht unter Druck setzen. Jede Bewegung zählt. Auch kleine Einheiten können im Alltag einen Unterschied machen, wenn sie regelmäßig stattfinden. Es gibt nicht die eine richtige Form von Bewegung. Manche Menschen fühlen sich beim Laufen wohl, andere beim Spazieren, Schwimmen, Radfahren, Yoga oder Tanzen. Entscheidend ist nicht, was gerade besonders effektiv wirkt, sondern was langfristig Freude macht. Ein gutes Tempo ist meist dann gefunden, wenn die Atmung schneller Der Herbst hat beim Laufen seine ganz eigene Magie. 24 BEWEGUNG
RkJQdWJsaXNoZXIy MTk5Njc=