„FRÜH ERKENNEN“, Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können das Entstehen von Brustkrebs nicht verhindern. Sie können aber dazu beitragen, einen Tumor frühzeitig zu erkennen. Das österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm „früh erkennen“ richtet sich an beschwerdefreie Frauen zwischen 45 und 74 Jahren. Sie werden alle zwei Jahre von der Sozialversicherung zur kostenlosen Mammographie eingeladen. Auch Frauen zwischen 40 und 44 Jahren sowie über 75 Jahre können sich freiwillig zum Früherkennungsprogramm anmelden und mit der e-card alle zwei Jahre an der Vorsorgeuntersuchung teilnehmen. Informationen: www.frueh-erkennen.at frühzeitig handeln FOTO: ISTOCK_EVERYTHING BAGEL 38 meist gut verhindern oder lindern. Auch bei anderen Beschwerden gibt es Möglichkeiten, gegenzusteuern – etwa durch Medikamente, Ernährungsberatung, Unterstützung bei Haarverlust, Hautpflege oder physikalische Maßnahmen. Eine besondere Herausforderung kann die antihormonelle Therapie sein, weil sie häufig über einen langen Zeitraum eingenommen wird. Auch wenn die meisten Patientinnen gut damit zurechtkommen, können Nebenwirkungen wie beispielsweise Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Haarausfall oder Scheidentrockenheit auftreten. Auch Muskel- und Gelenkbeschwerden sind möglich. Hier ist eine persönliche Beratung im Hinblick auf Begleitmedikamente, Lokaltherapeutika, Bewegung, komplementärmedizinische Ansätze, Achtsamkeitstraining und Ähnliches sinnvoll. Worauf sollte man in der Zeit nach der Behandlung achten? Wie hoch das persönliche Risiko für ein erneutes Auftreten der Erkrankung ist, lässt sich nicht allgemein sagen. Es hängt von verschiedenen Faktoren der ursprünglichen Erkrankung ab. Was Betroffene selbst beeinflussen können, betrifft vor allem den Lebensstil. Als Lebensstilmaßnahme ist regelmäßige Bewegung beziehungsweise Sport am besten als wirksam gesichert. Auch Ernährung, Rauchverhalten, Alkoholkonsum und Übergewicht spielen bei der Entstehung von Brustkrebs eine Rolle. Das bedeutet allerdings nicht, dass eine Frau selbst schuld an ihrer Erkrankung ist. Lebensstilfaktoren können das Risiko beeinflussen, erklären aber nicht, warum eine einzelne Frau erkrankt. Was möchten Sie einer Frau mit einer neuen Diagnose mitgeben? Das hängt stark von der Gesamtsituation ab. WichBRUSTKREBS tig ist, darauf einzugehen, was für die betroffene Frau individuell hilfreich ist. Eine Krebsdiagnose löst bei vielen Menschen zunächst starke Ängste aus. Das ist völlig normal. Psychologische Unterstützung kann dabei helfen, mit dieser Situation besser umzugehen. Ebenso wichtig ist es, dass Patientinnen gut verständliche Informationen über ihre Erkrankung, den geplanten Diagnose- und Therapieablauf sowie die gute Wirksamkeit der Therapien erhalten. Auch die Angst vor einer verstümmelnden Operation kann in vielen Fällen genommen werden. Die Möglichkeiten, brusterhaltend und bei den Achsellymphknoten schonender zu operieren, haben sich deutlich erweitert. Muss die Brust ganz entfernt werden, kann sehr oft der gleichzeitige Wiederaufbau angeboten werden. Entscheidend ist, dass das Behandlungsteam gemeinsam mit der betroffenen Frau den für sie passenden Weg findet. NATASCHA GAZZARI n Brustkrebs – Brustkrebs entsteht durch eine unkontrollierte Zellteilung im Brustdrüsengewebe. Bösartige Krebszellen können sich dabei nicht nur unkontrolliert vermehren, sondern sich auch im Körper ausbreiten und in entfernten Organen Absiedelungen, sogenannte Metastasen, bilden. Je größer ein bösartiger Knoten ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit solcher Absiedelungen. Je nachdem, aus welcher Gewebeart die Krebszellen entstehen, werden unterschiedliche Formen von Brustkrebs unterschieden. Die beiden häufigsten sind das duktale Karzinom, das aus den Milchgängen entsteht, und das lobuläre Karzinom aus den Drüsenläppchen. Daneben gibt es Mischtypen und zahlreiche seltenere Formen. Für die Einteilung der Erkrankung sind die Größe des Tumors sowie das Ausmaß eines möglichen Lymphknoten- oder Organbefalls entscheidend. Daraus ergeben sich verschiedene Erkrankungsstadien. die Fakten
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