3 www.gesundundleben.at 10 / 26 … HIV-Neudiagnosen wurden im vergangenen Jahr in Österreich gestellt. Das Durchschnittsalter der Menschen, die mit HIV in Behandlung sind, ist seit 2002 von 39,2 auf 51,1 Jahre gestiegen. Mehr als ein Viertel ist bereits 60 Jahre oder älter. Gerade bei Frauen wird HIV mitunter erst spät erkannt, da sie seltener klassischen Risikogruppen zugeordnet werden. Eine wichtige Rolle spielt deshalb ein breiteres Bewusstsein für HIV-Tests unabhängig von Alter und Geschlecht. Europaweit steigen zudem die Zahlen sexuell übertragbarer Infektionen, unter anderem durch verändertes Sexualverhalten, aber auch durch bessere Diagnostik. Wird HIV rechtzeitig diagnostiziert und behandelt, kann der Ausbruch von Aids verhindert und eine nahezu normale Lebenserwartung erreicht werden. Bei erfolgreicher Therapie ist das Virus zudem nicht mehr sexuell übertragbar. ■ E-Zigaretten könnten sich ungünstig auf den Blutzucker auswirken. Darauf deutet eine internationale Analyse unter Beteiligung von Grazer Forschenden hin. Das Team wertete Daten aus bisherigen Studien mit insgesamt rund 2,8 Millionen Menschen aus. Demnach hatten Personen, die ausschließlich E-Zigaretten nutzten, ein um 34 Prozent höheres Risiko für Prädiabetes als Menschen, die nicht dampften. Auch Hinweise auf eine Insulinresistenz – bei der Körperzellen schlechter auf Insulin reagieren – traten häufiger auf. Bei gleichzeitigem Konsum von herkömmlichen und E-Zigaretten war zudem das Diabetesrisiko um 23 Prozent erhöht. Die im Fachjournal Internal and Emergency Medicine veröffentlichten Ergebnisse zeigen einen Zusammenhang, beweisen jedoch noch keine Ursache. ■ LEBENSFREUDE: TIPPS & INFOS Zahl des Monats 417 … chronische Schmerzen das Gehirn verändern? Forschende des Inselspitals Bern und der Universität Freiburg haben mittels MRT das Gehirn von 30 Menschen mit chronischen Schmerzen mit jenem von 30 gesunden Personen verglichen. Dabei entdeckten sie Unterschiede in der Faltung der Großhirnrinde – unter anderem in Regionen, die Emotionen, Erinnerungen und die Fisch liefert wertvolle Nährstoffe – beim Einkauf lohnt sich aber ein Blick auf die Herkunft. Unabhängige Siegel wie MSC für Wildfisch oder ASC für Zuchtfisch können Orientierung bieten. Dabei zählt nicht nur die Fischart: Fanggebiet, Fangmethode und Bedingungen in der Zucht sind ebenfalls entscheidend. Abwechslung hilft zudem, stark nachgefragte Bestände zu entlasten – statt immer Lachs oder Thunfisch dürfen auch andere Arten auf den Teller. Bedrohte Arten wie der Europäische Aal sollten gemieden werden. Praktisch ist Tiefkühlfisch: Er ist lange haltbar, gut portionierbar und kann Lebensmittelverschwendung reduzieren. Generell gilt: bewusst einkaufen, nur benötigte Mengen wählen und auf nachvollziehbare Herkunft achten. ■ ■ GESUNDHEITSTIPP DES MONATS Bewertung von Schmerzen verarbeiten. Noch ist unklar, ob diese Veränderungen durch die chronischen Schmerzen entstehen oder bereits zuvor vorhanden waren. Hoffnung macht die Anpassungsfähigkeit unseres Gehirns: Die Forschenden halten es für möglich, dass sich die Hirnstruktur im Zuge einer erfolgreichen Schmerztherapie wieder jener schmerzfreier Menschen annähert. n E-Zigaretten könnten Prädiabetes fördern FOTOS: MAGNIFIC: _YOGIERMANSYAH22, _MINDRAPURNOMO, _USER16945876, _USER17340861 FISCH nachhaltig genießen WUSSTEN SIE, DASS ...
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