Gesund & Leben - Juli/August 2026

ANGSTFREI ÜBER DEN WOLKEN Welche Strategien effektiv gegen Flugangst helfen BEWEGUNG STATT BEHANDLUNG Wie regelmäßiges Training vor Erkrankungen schützt EIN SOMMER WIE DAMALS So schaffen Sie als Familie schöne Ferienmomente DAS OPTIMUM HERAUSHOLEN Was hinter dem Trend „Biohacking“ steckt Niederösterreich macht das Gesundheitssystem fit für die Zukunft Bestens versorgt GESUND LEBEN in niederösterreich 07 & 08 / 26, 21. Jahrgang, € 2,40

Ihre Gesundheit die perfekte Kombi für Gesund bleiben Gesund werden Medizin einfach erklärt – einfach zu verstehen Neue Erkenntnisse zu Diagnose, Therapie & Nachsorge Expertentipps aus erster Hand Panzenheilkunde & Phytotherapie Zahngesundheit Tierisch gesund Tipps für die mentale Gesundheit Neue Impulse für Bewegung & Sport Gesundes Familienleben Leserinnen & Leser hautnah Nachhaltigkeit Gesunde Rezepte unsere Leserinnen und Leser verraten ihr Geheimrezept SO BLEIBEN PAARE JAHRZEHNTELANG GLÜCKLICH – beste F eund Wie LEISE LAST IN DEN BEINEN Wie Venenerkrankungen im Landes- klinikum Melk behandelt werden GESUND AUF REISEN Was gehört in die Reiseapotheke? SCHLAF GUT – ISS KLUG! Warum guter Schlaf in der Küche beginnt KUREN-, GVA- UND REHA-SPEZIAL Sich eine Auszeit nehmen zum Durchstarten und Aufatmen GESUND LEBEN05 / 26, 21. Jahrgang, € 2,40 ✁ Vorname Name Adresse PLZ Ort Telefon E-Mail BITTE SENDEN AN: ÄrzteVerlag GmbH Schlagergasse 11 1090 Wien oder per Fax: 01/96 11 000-66 oder per E-Mail: abo@gesundundleben.at Einfach mit nachstehendem Bestellschein oder unter www.gesundundleben.at Ja, ich bestelle ein 1-Jahresabo von GESUND & LEBEN und MEDIZIN POPULÄR zum Preis von € 26,– Ja, ich bestelle ein 2-Jahresabo von GESUND & LEBEN und MEDIZIN POPULÄR (20 Ausgaben) zum Preis von € 43,– Ja, bitte schicken Sie mir die kostenlosen wöchentlichen Newsletter 10 Ausgaben € 26,- ANZEIGE

3 www.gesundundleben.at 07 & 08 / 26 FOTOS: ISTOCK_PANUWAT DANGSUNGNOEN _ PROSTOCK-STUDIO _ DIANE555, NICOLETAIONESCU Ein neuer Wirkstoff könnte die Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs deutlich verbessern – einer Krebsart mit bislang sehr schlechten Überlebenschancen. Beim ASCO-Kongress in Chicago wurden Ergebnisse einer Phase-III-Studie vorgestellt, die gleichzeitig im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurden. Die Therapie setzt an sogenannten RAS-Mutationen an – genetischen Veränderungen, die das Tumorwachstum antreiben und bei mehr als 90 Prozent der Pankreaskarzinome vorkommen. In der Studie mit rund 500 Patientinnen und Patienten mit metastasiertem Bauchspeicheldrüsenkrebs verdoppelte sich bei Betroffenen mit bestimmten Mutationen die mittlere Überlebenszeit im Vergleich zur Chemotherapie von 6,6 auf 13,2 Monate. Auch bis zum Fortschreiten der Erkrankung verging deutlich mehr Zeit. Die Behandlung zeigte zudem vergleichsweise wenige Nebenwirkungen. In Österreich erkranken jährlich knapp 2.000 Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs. ■ LEBENSFREUDE: TIPPS & INFOS … Millionen Menschen weltweit leben laut WHO-Schätzungen mit chronischer Hepatitis B – nun gibt es erstmals Hoffnung auf eine weitgehende, langfristige Kontrolle der Erkrankung. In zwei großen Studien zeigte das neue Medikament Bepirovirsen zusätzlich zur Standardtherapie eine funktionelle Heilung bei rund 20 Prozent der Patientinnen und Patienten. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht. Der Wirkstoff blockiert die Bildung neuer Virusproteine und aktiviert zusätzlich das Immunsystem. In den Studien mit mehr als 1.200 Teilnehmenden verschwand bei einem Teil der Betroffenen das Virus-Oberflächenantigen dauerhaft – ein Ziel, das bisher kaum erreichbar wurde. Die Therapie erfolgt über 24 Wochen mit wöchentlichen Injektionen. Besonders erfolgreich schnitten Patientinnen und Patienten ab, deren Infektion bereits gut kontrolliert war. Noch fehlen Langzeitdaten, die Ergebnisse gelten aber als wichtiger Fortschritt. ■ NEUE APP FÜR MEHR SELBSTHILFE BEI KOPFSCHMERZEN Zahl des Monats 240 ... … soziale Kontakte das Gehirn schützen können? Ältere Menschen mit einem stabilen sozialen Umfeld haben ein deutlich geringeres Risiko für kognitiven Abbau und Demenz. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universität für Weiterbildung Krems, die im Fachjournal „Aging & Mental Health“ veröffentlicht wurde. Untersucht wurde, wie soziale Die neue App „headease“ soll Menschen mit Migräne und Kopfschmerzen dabei unterstützen, Beschwerden aktiv zu reduzieren. Vorgestellt wurde die wissenschaftsbasierte Anwendung bei der 10. Dreiländertagung Kopfschmerz in Klagenfurt. Entwickelt wurde sie in Zusammenarbeit mit Fachärztinnen und Fachärzten. Die App kombiniert verständlich aufbereitetes Wissen mit einem digitalen Kopfschmerzkalender und mehr als 60 Audio-Anleitungen zu Entspannungstechniken wie Progressiver Muskelentspannung oder Autogenem Training. Ziel ist es, die Lücke zwischen ärztlicher Empfehlung und Umsetzung im Alltag zu schließen. Studien zeigen, dass regelmäßige Entspannungsverfahren die Häufigkeit von Migräneattacken um 35 bis 45 Prozent senken können. Die App setzt deshalb gezielt auf Selbstwirksamkeit und aktive Prävention statt ausschließlich auf Medikamente. Die App ist in ihrer Basisversion kostenlos im App Store / Google Play Store verfügbar. Informationen: www.headease.org ■ ■ GESUNDHEITSTIPP DES MONATS Kontakte, Netzwerke und gemeinsame Aktivitäten die geistige Gesundheit von Menschen über 50 Jahren beeinflussen. Das Ergebnis: Wer sozial eingebunden ist, bleibt geistig oft länger fit. Neben sozialen Beziehungen erwiesen sich auch Bewegung und Bildung als wichtige Schutzfaktoren. Die Forschenden sehen deshalb in Maßnahmen zur Förderung sozialer Teilhabe einen wichtigen Baustein, um Demenz vorzubeugen. n Neue Hoffnung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs WUSSTEN SIE, DASS ... n n

4 ■ LEBENSFREUDE 03 T ipps & Infos 06 B estens versorgt So sichert der Gesundheitsplan 2040+ die beste Versorgung und Betreuung der Bevölkerung 14 P ost an Kliniken und Pflegezentren Danke sagen 16 T ipps & Infos 18 A lles im Blick Einsatzplanerinnen und -planer sind ein wichtiges Rückgrat der mobilen Pflege ■ LEBENSKRAFT 20 S tarke Wurzeln Wie Niederösterreich den heimischen Nachwuchssport unterstützt 22 O rte gegen das Alleinsein Das Projekt „Jugend(T)Räume“ ermöglicht jungen Menschen mehr Zugehörigkeit und Begegnung 24 E in Sommer wie damals So schaffen Famiien unvergessliche Ferienmomente 28 P apa, hör zu! In Österreich leben rund zwei Millionen Menschen mit Hörbeeinträchtigung, versorgt ist aber nur ein Teil davon 30 E in Wochenende zum Durchatmen GESUND & LEBEN-Redakteurin Stefanie Harner begibt sich in Bad Erlach auf ein Meditations-Retreat 32 B leiben Sie enkelfit! Wer gemeinsam mit den Enkelkindern durch den Garten toben will, braucht Kraft und Ausdauer 6 Bewegung statt Behandlung 40 Jeden Donnerstag die besten Gesundheits- tipps auf Ihrem Computer, Ihrem Laptop oder auf Ihrem Handy erhalten! WOCHE FÜR WOCHE MEHR GESUNDHEIT! Der GESUND & LEBENNewsletter ist da! Melden Sie sich jetzt an unter www.gesundundleben.at/newsletter oder scannen Sie den QR-Code. Bestens versorgt in Niederösterreich Die nächste Ausgabe von GESUND & LEBEN erscheint am 01.09.2026. Biohacking im Check 44

www.gesundundleben.at 07 & 08 / 26 5 LIEBE LESERINNEN UND LESER! Gesundheit gibt uns Sicherheit, Lebensqualität und die Freiheit, unseren Alltag selbstbestimmt zu gestalten. Genau deshalb ist es unsere Aufgabe, heute die richtigen Entscheidungen zu treffen, damit die Menschen in Niederösterreich auch morgen auf eine verlässliche, moderne und hochwertige Gesundheitsversorgung vertrauen können. Unsere Gesellschaft verändert sich. Wir werden älter, medizinische Möglichkeiten entwickeln sich rasant weiter und gleichzeitig stehen Gesundheitssysteme europaweit vor der Herausforderung, ausreichend Fachkräfte zu gewinnen. Niederösterreich begegnet diesen Veränderungen aktiv. Mit dem Gesundheitsplan 2040+ haben wir einen klaren Fahrplan entwickelt, um die Versorgung langfristig abzusichern und gleichzeitig weiter zu verbessern. Dabei geht es nicht nur um Gebäude oder technische Ausstattung, sondern allen voran um die Menschen. Bereits heute zeigen zahlreiche Maßnahmen Wirkung: Neue Angebote in der Akutgeriatrie unterstützen ältere Menschen bei der Rückkehr in ein selbständiges Leben. Tagesklinische Eingriffe verkürzen Wartezeiten und ermöglichen Behandlungen auf höchstem Niveau. Innovative Projekte wie „HerzMobil NÖ“ oder moderne telemedizinische Lösungen bringen die Versorgung näher zu den Patientinnen und Patienten. Gleichzeitig investieren wir in modernste Technologien und bündeln medizinische Spitzenkompetenz dort, wo sie den größten Nutzen bringt. Mehr dazu finden Sie auf den folgenden Seiten von GESUND & LEBEN. Doch Gesundheit bedeutet mehr als medizinische Versorgung. Sie beginnt im Alltag – mit Bewegung, ausgewogener Ernährung, sozialen Kontakten, ausreichend Erholung und gemeinsamen Erlebnissen. Gerade jetzt, wo die Sommerferien vor der Tür stehen, bietet unser Bundesland unzählige Möglichkeiten, wertvolle Zeit mit der Familie zu verbringen und neue Kraft zu tanken. Ob Wanderungen, Radtouren, ein Ausflug zu unseren Badeseen oder spannende Entdeckungen in Museen – Niederösterreich hält für Groß und Klein zahlreiche Möglichkeiten bereit, unvergessliche Erinnerungen zu schaffen. Passend dazu finden Sie in dieser Ausgabe von GESUND & LEBEN viele spannende Themen für einen gesunden Sommer. Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre, erholsame Tage und vor allem Gesundheit. Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen GESUNDHEIT MIT WEITBLICK EDITORIAL Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau 34 E in Spiel, das verbindet In Lunz am See entwickelt sich eine Boule-Anlage zum täglichen Treffpunkt ■ LEBENSNAH 36 S elbstbestimmt gesund leben Ob zur aktiven Vorsorge oder nach belastenden Lebensphasen: Gesundheits- vorsorge Aktiv bringt neue Kraft 40 B ewegung statt Behandlung Bei Diabetes, Herzproblemen, Osteoporose oder Arthritis: Bewegung ist die beste Medizin 44 D as Optimum herausholen Biohacking beschreibt das Konzept, den Körper selbst zu optimieren 48 A ngstfrei über den Wolken Welche Strategien zu mehr Gelassenheit an Bord führen 50 D as große GESUND & LEBEN-Rätsel Jetzt miträtseln und gewinnen! FOTOS: ISTOCK_NADEZHDA KURBATOVA, _FATCAMERA, _DAMIR KHABIROV, _OPOLJA, _DRAZEN ZIGIC; MARKUS HINTZEN Flugangst ade! 48 36Neue Kraft tanken

6 FOTOS: ISTOCK_OPOLJA, ASEL MAKAROVA VERSORGUNG Niederösterreich arbeitet an einem Gesundheitssystem, das nicht nur aktuellen Herausforderungen standhält, sondern auch langfristig zukunftsfit ist – um die beste Versorgung und Betreuung der Bevölkerung zu gewährleisten. amit alle Menschen auch in Zukunft optimal versorgt werden, müssen medizinische und pflegerische Strukturen an den gesellschaftlichen Wandel angepasst werden. Einzelne Regionen in Niederösterreich werden bis zum Jahr 2040 einen deutlichen Bevölkerungsrückgang, andere wiederum ein Bevölkerungswachstum verzeichnen. Eine zusätzliche Belastung stellt die deutlich alternde Bevölkerung dar. Bis 2040 wird eine halbe Million Menschen in Niederösterreich über 65 Jahre alt sein – das ist knapp jede und jeder Dritte. Die Zahl der über 85-Jährigen wird sich in den nächsten 25 Jahren mehr als verdoppeln. Gleichzeitig gehen die Geburten stark zurück und befinden sich auf einem Tiefstand. Ebenso ändert sich die Art der Behandlung und Pflege von stationärer zu ambulanter Versorgung. Darüber hinaus wird der Einsatz neuer Behandlungsmethoden (z. B. Telemedizin) zunehmen. Auch die begrenzten Ressourcen im Personalbereich sind ein großes Thema: Es gilt, die Behandlungsqualität für die Zukunft abzusichern und weiterhin die bestmögliche medizinische und pflegerische Versorgung zu garantieren. Um das zu schaffen, muss man einerseits eine effiziente Leistungsbündelung gewährleisten und andererseits Maßnahmen in der Vorsorge setzen, um das Gesundheitssystem nachhaltig in hoher Qualität abzusichern. Dafür hat Niederösterreich den Gesundheitsplan 2040+ erarbeitet – von Expertinnen und Experten entwickelt und von allen Regierungsparteien einstimmig auf den Weg gebracht. LANGFRISTIGER FAHRPLAN Vor über einem Jahr wurde der Gesundheitsplan 2040+ präsentiert – ein langfristiger Fahrplan für die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in Niederösterreich. Bereits im ersten Jahr wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die unmittelbare Vorteile für Patientinnen und Patienten Bestens VERSORGT

7 www.gesundundleben.at 07 & 08 / 26 Versorgungssicherheit in der Region. Schwerpunkt- und Akutleistungen werden regional abgestimmt ausgebaut. Davon profitieren nicht nur Patientinnen und Patienten, für die die Versorgungsqualität langfristig gesichert wird, sondern auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – durch eingespielte Abläufe und Sicherheit, durch Routine sowie eine verbesserte Aus- und Weiterbildung. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über einige Schwerpunkte und Maßnahmen des Gesundheitsplans, die bereits umgesetzt wurden beziehungsweise noch umgesetzt werden. Die Ziele des Gesundheitsplans 2040+ n Versorgungssicherheit in allen Regionen des Landes n Rund um die Uhr Notfallversorgung an jedem Ort und zu jedem Wetter n Höchste Versorgungsqualität für alle Menschen in Niederösterreich bringen. In Zeiten knapper werdender personeller Ressourcen, einem zunehmenden Bedarf an individualisierter Medizin und an Fachexpertinnen und -experten sowie dank des medizinischen Fortschritts ist es notwendig, vorhandene Strukturen zu überdenken und wo nötig anzupassen. Durch die Bündelung von Leistungen, wie etwa im Bereich der Geburtshilfe, werden trotz Fachkräftemangel und sinkenden Fallzahlen die Versorgungsqualität erhöht und höchste Fachexpertise geboten. Nicht jedes Haus muss und kann alle Leistungen anbieten – aber innerhalb der Region sind alle Leistungen verfügbar. Sämtliche Standorte entwickeln klar definierte medizinische Schwerpunkte und sind eine wesentliche Grundlage für Qualität und

8 AKUTGERIATRIE – REMOBILISATION Die Gesellschaft wird immer älter – das ist zwar gut so, aber die Gesundheitsversorgung muss dementsprechend vorbereitet werden. Der Bedarf an medizinischen Leistungen ändert sich: Ältere Menschen brauchen gezielte Therapien, um gesundheitlichen Einschränkungen im Alltag entgegenzuwirken – und das wohnortnah. Deshalb liegt ein Schwerpunkt auf dem Ausbau der Akutgeriatrie und Remobilisation. An diesen hochspezialisierten Einheiten werden Patientinnen und Patienten ab 65 Jahren versorgt, deren Selbständigkeit, Mobilität und Allgemeinzustand eingeschränkt sind, etwa nach einer Krankheit oder Operation. Ein interdisziplinäres Team sorgt für eine optimale Versorgung und unterstützt ältere Patientinnen und Patienten dabei, nach schweren Erkrankungen, Operationen oder Stürzen wieder ein selbstständiges Leben zu führen. Ziel ist nicht nur die Heilung, sondern die Wiederherstellung von Mobilität, Selbständigkeit und Lebensqualität. Vorreiter war die Akutgeriatrie im Landesklinikum Waidhofen/Thaya. Im vergangenen Jahr wurden an vier weiteren Klinikstandorten (Melk, Mödling, Klosterneuburg und Stockerau) Angebote geschaffen. Weitere Akutgeriatrien sind in Planung. AUSBAU DER TAGESKLINIKEN Ein weiterer zentraler Schwerpunkt ist der Ausbau tagesklinischer und ambulanter Eingriffe. Tagesklinische Eingriffe ermöglichen eine spezialisierte Behandlung ohne längeren Krankenhausaufenthalt. Sie verkürzen Wartezeiten und entlasten stationäre Einrichtungen. Allein im Jahr 2025 wurden über 44.000 solcher Eingriffe in den NÖ Kliniken durchgeführt; am häufigsten Katarakt-Eingriffe (mit über 20.000 Eingriffen), gefolgt von Curettagen (knapp 4.000 Eingriffe), Karpaltunnelsyndrom oder Gelenkspiegelung mit je zirka 2.300 Eingriffen. An Standorten wie Zwettl oder Waidhofen/Thaya erfolgen bereits rund 50 Prozent der Operationen tagesklinisch. Durch die Bündelung der Geburtshilfe vom Landesklinikum Klosterneuburg ins Universitätsklinikum Tulln wurde eine neue Möglichkeit für tagesklinische Eingriffe im HNO-Bereich für Kinder geschaffen. Im Rahmen des Projekts „HNÖ hilft“ wurden bereits rund 180 Kinder operiert. Auch in Zukunft soll dieses Projekt weitergeführt und die Wartezeiten auf Operationen im HNOBereich für Kinder reduziert werden. Das Programm läuft weiterhin erfolgreich. Die interdisziplinäre Tagesklinik am Standort Hollabrunn deckt aktuell die Fachbereiche Chirurgie, Gynäkologie sowie Orthopädie und Traumatologie ab, eine Erweiterung um Urologie ist geplant. Während in der Tagesklinik vor allem kleinere Eingriffe durchgeführt werden, übernimmt die Wochenklinik auch komplexere Operationen, etwa bei Hernien oder im gynäkologischen Bereich. Das Universitätsklinikum St. Pölten bleibt weiterhin als Zentralklinikum ein starkes Rückgrat der Gesundheitsversorgung für ganz Niederösterreich. Hier wurde eine Klinische Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin aufgebaut. Sie umfasst zwei Stationen sowie eine Tagesklinik. HERZMOBIL NÖ + EVA Ebenfalls auf die veränderten Bedürfnisse unserer Zeit geht das Pilotprojekt „HerzMobil NÖ“ ein, das die Nachsorge für Menschen mit Herzinsuffizienz verbessert. Eine engmaschige Betreuung nach der Entlassung hilft, Komplikationen früh zu erkennen, Krankenhausaufenthalte zu vermeiGesundheitslandschaft NÖ Der Gesundheitsplan sieht ein dichtes Versorgungsnetz vor, das optimal auf die aktuellen Bedürfnisse jeder Region eingeht. In jeder Region werden auch in Zukunft nahezu alle medizinischen Leistungen angeboten. Das Netz umfasst Primärversorgungs- und Facharztzentren, Kliniken mit verschiedenen Größen und Spezialisierungen, Notarztstandorte, Rettungswägen, Helikopterstandorte und -landeplätze, Community Nurses, Herzkatheterlabors und Stroke Units. Detaillierte Informationen finden Sie unter gesundheitsplan-noe.at Im Rahmen des Projektes „HNÖ hilft“ wurden bereits rund 180 Patientinnen und Patienten am Standort Klosterneuburg operiert: (v.l.) DGKP Murat Altuntas (Leiter des OP-Managements), DGKP Monika Wurzl (stv. Stationsleitung Tagesklinik), DGKP Alexandra Finster (Stationsleitung Tages- klinik), HNO-Facharzt und Operateur Dr. Hannes Brandt und Prim. Prof. PD Dr. Andreas Duma (Abteilungsleiter Anästhesie und Intensivmedizin) VERSORGUNG

9 www.gesundundleben.at 07 & 08 / 26 FOTOS: ISTOCK_VLADIMIR KONONOK; BEIGESTELLT den und die Lebensqualität nachhaltig zu steigern. Kernstück des Programms ist ein strukturiertes Home-Monitoring über ein Mobiltelefon. Das zukunftsweisende Versorgungsmodell läuft – nach dem Projektstart im Universitätsklinikum Wiener Neustadt – nun auch im Landesklinikum Mödling. In weiterer Folge ist die schrittweise Ausrollung auf ganz Niederösterreich geplant. Neue organisatorische Lösungen zeigen auch im Landesklinikum Baden Wirkung: Die Erstversorgungsambulanz (EVA) bietet eine rasche medizinische Ersteinschätzung außerhalb der Ordinationszeiten und entlastet gleichzeitig Notaufnahmen. Das Projekt hat im April 2025 als Pilot gestartet und wird begleitend evaluiert. Derartige innovative Versorgungskonzepte tragen wesentlich zur Verbesserung der medizinischen Betreuung bei. Weitere Neuerungen in der Thermenregion: Am Standort Baden entsteht eine Gefäßchirurgie. Die Abteilung für Neurologie wird vergrößert und von Mödling nach Baden wechseln. Damit können Synergien bestmöglich genützt werden. Der Standort Baden konzentriert sich somit auf die chirurgische Akutversorgung, während gleichzeitig die Urologie nach Mödling wechselt, wo bereits Kinder urologisch versorgt werden sowie die Gynäkologie und Geburtshilfe verortet sind. ROBOTERASSISTIERTE CHIRURGIE Ein Schwerpunkt liegt im Ausbau der roboterassistierten Chirurgie. An den Universitätskliniken Wiener Neustadt und St. Pölten sind OP-Roboter bereits erfolgreich im Einsatz. Seit der Einführung wurden über 5.000 Operationen damit durchgeführt. Nun wird ein weiterer Schritt gesetzt, um Die interdisziplinäre Tages- und Wochenklinik am Standort Hollabrunn wird neu ausgerichtet. Am Bild: OA Dr. Wolfgang Winter, DGKP Ernestine Petz (Stationsleitung Tages- und Wochenklinik) mit Landesrat Anton Kasser (v.l.) Das Produktinformationsblatt finden Sie auf nv.at Ihr Sicherheitsnetz für alle (Un)Fälle. Unfallplus Inklusive Freizeitunfälle, bei denen die gesetzliche Versicherung nicht leistet: Unser Rundumschutz gegen finanzielle Unfallfolgen. Für Sie – oder gleich die ganze Familie. Nähe verbindet. Unsere Niederösterreichische Versicherung FOLGEN VORBEUGEN. nv.at Jetzt noch mehr Schutz. ANZEIGE

10 FOTOS: ISTOCK_SKYNESHER; PHILIPP MONIHART, NLK BURCHHART fende Onkologie-Informationssystem, das allen Beteiligten zur Verfügung steht und eine nahtlose Zusammenarbeit ermöglicht. Zusätzlich wird in der Thermenregion die onkologische Versorgung ausgebaut. Im Landesklinikum Baden wird seit Anfang des Jahres die Onkologische Ambulanz vom Team der Inneren Medizin III – Hämatologie und internistische Onkologie des Universitätsklinikums Wiener Neustadt betreut. Ziel ist es, Spezialisierung und medizinische Expertise zu stärken und gleichzeitig eine qualitativ hochwertige, wohnortnahe Behandlung zu ermöglichen. Mit dem Ausbau der Strahlentherapie und der Erweiterung der Linearbeschleuniger von aktuell drei auf fünf am Universitätsklinikum Krems wird ein weiterer Schritt zur Sicherstellung einer modernen, wohnortnahen onkologischen Versorgung gesetzt. BESSER VERNETZT Eine weitere Maßnahme ist die Vernetzung einiger Klinikstandorte, wie sie in einigen Regionen seit Jahren gelebt wird. Im Waldviertel gibt es bereits seit dem Jahr 2000 eine Kooperation zwischen den Kliniken Horn-Allentsteig und auch in der Thermenregion arbeiten die Standorte Baden-Mödling eng zusammen. Diese Vernetzung bringt viele Vorteile mit sich: Spezialisierungen werden auf die Standorte verteilt, es gibt keine Doppelstrukturen, Abteilungen werden standortübergreifend geführt. Ärztliche, pflegerische und administrative Teams arbeiten zusammen, was wiederum die Expertise stärkt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich spezialisieren und sichern Arbeitsprozesse durch höhere Fallzahlen. Durch Verbände wird Expertise gebündelt, Qualität gesichert und werden zukunftsfitte Strukturen geschaffen. Seit Anfang 2026 arbeiten weitere Kliniken im Verband. In der Region Mitte agieren die Kliniken Tulln und Klosterneuburg als ein Verband. Dadurch entsteht ein erweitertes medizinisches Leistungsangebot. Tulln übernimmt regionale Schwerhochmoderne und bestmögliche Behandlungsmethoden verstärkt in die Regionen zu bringen. Auch im Universitätsklinikum Krems ist seit heuer ein OP-Roboter im Einsatz – ein wichtiger Meilenstein, der die medizinische Versorgung im Land stärkt und zugleich der Startschuss für einen Vollausbau in allen Regionen markiert. Im Landesklinikum Zwettl wird eine innovative Technologie in der Kniechirurgie für eine Pilotphase eingesetzt: das robotergestützte System „ROSA“ (Robotic Surgical Assistant). Dabei handelt es sich um einen sogenannten Co-Roboter, der die Operateurinnen und Operateure aktiv unterstützt, ohne deren Kontrolle zu ersetzen. Seit dem Start im März wurden über 50 Eingriffe durchgeführt. In einem weiteren Schritt werden zusätzliche Standorte, darunter Mistelbach, Horn, Baden-Mödling und Amstetten, mit roboterassistierter Chirurgie ausgestattet. ONKOLOGISCHE EXPERTISE Der Gesundheitsplan sieht eine Zusammenführung von Kompetenzen vor. Die niederösterreichischen Kliniken haben sich im vergangenen Jahrzehnt einen in Fachkreisen anerkannten Ruf in der Krebsbehandlung aufgebaut. Neben großen Innovationen in der onkologischen Therapie ist das Wissen der Expertinnen und Experten ein wesentlicher Baustein für diesen erfolgreichen Weg. Ein wichtiger Meilenstein war der Start des ersten zentralen Tumorboards für Hämatoonkologie an den Klinikstandorten Krems, St. Pölten und Wiener Neustadt. Seit Oktober 2025 wird das Modell schrittweise umgesetzt und seit Anfang 2026 nehmen alle NÖ Kliniken, die onkologische Patientinnen und Patienten behandeln, daran teil. Rund 800 Patientinnen und Patienten konnten seit August von den Vorteilen dieses Experten-Netzwerks profitieren. Das Rückgrat des Erfolgs bildet das klinikübergreiAkutgeriatrie und Remobilisation: Am Programm stehen Einzel- und Gruppentherapien mit diversen Übungen zu Koordination, Kraft und Ausdauer. Schwangere werden in allen Regionen Niederösterreichs bestens betreut. VERSORGUNG

n BESSERE ZUSAMMENARBEIT der Standorte durch Schaffung von Klinikverbänden:  Klinikverband Wiener Neustadt-Hochegg  Klinikverband Korneuburg-Stockerau-Hollabrunn  Klinikverband Tulln-Klosterneuburg n VERSORGUNGSQUALITÄT durch Bündelung von Leistungen ERHÖHT:  Bündelung der Geburtshilfe am Universitätsklinikum Tulln  Bündelung der Geburtshilfe am Landesklinikum Korneuburg n ONKOLOGISCHE VERSORGUNG VERBESSERT n NOTAUFNAHME IM LANDESKLINIKUM BADEN durch neue Erstversorgungsambulanz ENTLASTET n NEUE ANGEBOTE für Akutgeriatrie und Remobilisation geschaffen n WARTEZEITEN durch Projekt „HNÖ hilft“ REDUZIERT n NACHSORGE für Menschen mit Herzinsuffizienz durch Pilotprojekt „HerzMobil“ VERBESSERT Gesundheitsplan Ein Jahr – die ersten Erfolge 11 www.gesundundleben.at 07 & 08 / 26 punktfunktionen, darunter die bereits umgesetzte Bündelung von Geburtshilfe sowie Schwerpunkte in Anästhesie und Innerer Medizin; zudem ist eine pädiatrische Überwachungsstation geplant. Klosterneuburg entwickelt sich zur Klinik mit Sonderfunktionen, darunter Akutgeriatrie und Remobilisation; tagesklinische Leistungen sowie Notfall- und Erstversorgung bleiben in Klosterneuburg. In der Thermenregion treten die Universitätskliniken Wiener Neustadt und Hochegg als gemeinsamer Klinikverband auf. Auf diese Weise wird medizinisches Wissen aus Hochegg und Wiener Neustadt vereint, etwa durch die Bündelung der akuten Pulmologie in Wiener Neustadt. Am Standort Hochegg bleibt das Zentrum für neurologische Frührehabilitation wesentlicher Bestandteil der Versorgung in der Thermenregion. Im Weinviertel bilden die Kliniken Stockerau, Korneuburg und Hollabrunn einen gemeinsamen Verband. Die Zusammenführung verbessert die Planbarkeit klinischer Abläufe, setzt fachliche Impulse und stärkt das medizinische und pflegerische Angebot nachhaltig. Zusätzlich zum Vorteil der Synergienutzung in vielen Bereichen wird die fachärztliche Ressource nachhaltig gestärkt sowie die damit einhergehende Versorgungsqualität sichergestellt. Auch die Kliniken Melk und Krems arbeiten enger zusammen. Die Gynäkologie und Geburtshilfe wird in Krems gebündelt und die Endometriose-Expertise aus Melk wird in Krems weitergeführt und weiter ausgebaut. Schlafmedizin, Innere Medizin, Wundmanagement, Erstversorgung und Medinklusions-Ambulanz bleiben in Melk. GEZIELTER AUSBAU Auch für das Mostviertel bedeutet der Gesundheitsplan 2040+ eine klare Stärkung bestehender Klinikstandorte, eine Bündelung medizinischer Schwerpunkte sowie den gezielten Ausbau zukunftsweisender Versorgungsangebote. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Landesklinikum Melk, das eine bedeutende Rolle in der tagesklinischen Versorgung und in der Altersmedizin einnimmt. Amstetten wird als Schwerpunktkrankenhaus mit Herzkatheterlabor und robotisch-assistierter Chirurgie gestärkt, das Landesklinikum Waidhofen/Ybbs bleibt ein zentraler Standort der Grund- und Akutversorgung mit Ausbau der Altersmedizin. Das Klinikum Mauer behält seine Sonderfunktion im Bereich Psychiatrie und psychosoziale Medizin. Die Kliniken Waidhofen/Ybbs und Amstetten werden künftig gemeinsam geführt – mit dem Ziel, die Standorte zu stärken, medizinische Schwerpunkte zu bündeln und das Angebot für die Menschen in der Region auszubauen. Die Erst- und Notfallversorgung bleiben am Standort Waidhofen gesichert; auch die Augenheilkunde wird ausgebaut. Es ist mit einer Steigerung der Eingriffe von derzeit 1.700 auf zukünftig 2.500 im Jahr zu rechnen. Der Aufbau der urologischen Abteilung erfolgt am Landesklinikum Amstetten. Dort sind unter anderem hochkomplexe roboterassistierte Eingriffe Beim Spatenstich für das Ausweichquartier des Landesklinikums Horn: (v.l.) Gregor Dober (Amt der NÖ Landesregierung), Dr. Andreas Reifschneider (GF Gesundheit Waldviertel GmbH), Mag. jur. Dr. med. Elisabeth Bräutigam, MBA (Vorständin NÖ Landesgesundheitsagentur), Landesrat Anton Kasser, Pflegedirektorin Mag. Elisabeth Klang, Kaufmännischer Direktor Mag. Franz Huber, stv. Ärztlicher Direktor Dr. Helmut Bäck und LAbg. Franz Linsbauer

Die Gesundheitsversorgung in Niederösterreich steht vor einer vielversprechenden Zukunft. Medizinischer Fortschritt, innovative Versorgungskonzepte und eine konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen der Menschen schaffen die Grundlage dafür, dass Patientinnen und Patienten auch künftig auf eine hochwertige, wohnortnahe und verlässliche Gesundheitsversorgung vertrauen können. Wie diese Zukunft gestaltet wird und welche Chancen sich daraus für die Bevölkerung ergeben, stand im Mittelpunkt des zweiten Zukunftsgesprächs der Initiative „Mein Land denkt an morgen“, das im Landesklinikum Mauer stattfand. Unter dem Titel „Worauf achten wir morgen? Gesundheit zwischen Prävention und Spitzenmedizin“ diskutierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Medizin, Gesundheitswesen und Systemplanung gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern über die nächsten Entwicklungsschritte eines modernen Gesundheitssystems. Im Fokus standen dabei die großen Stärken der Gesundheitsversorgung von morgen: eine noch stärkere Prävention, moderne Behandlungsmöglichkeiten, die Bündelung medizinischer Spitzenkompetenz sowie neue Versorgungsmodelle, die den Menschen genau dort die richtige Unterstützung bieten, wo sie benötigt wird. Nach der Begrüßung durch Primar Dr. Christian Korbel, Ärztlicher Direktor des Landesklinikums Mauer, gab Univ.-Prof. Peter Filzmaier Einblicke in die Ergebnisse aktueller Befragungen der Zukunftsinitiative. In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten LGA-Vorständin Mag. jur. Dr. med. Elisabeth Bräutigam, MBA, Univ.-Prof. Dr. Gerald Gartlehner, Leiter des Departments für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation an der Universität für Weiterbildung Krems, sowie ao. Univ.-Prof. Dr. Herwig Ostermann, Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH, wie wissenschaftliche Erkenntnisse, Gesundheitsversorgung und Systemplanung noch stärker miteinander verbunden werden können. In einer anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass die demografische Entwicklung, der medizinische Fortschritt, der Personalbedarf und die steigenden Erwartungen an Erreichbarkeit und Qualität zentrale Herausforderungen für die kommenden Jahre darstellen. Die Ergebnisse aus der Diskussion, den Publikumsrückmeldungen und den wissenschaftlichen Analysen fließen in die weitere Arbeit der Initiative „Mein Land denkt an morgen“ ein. n 12 FOTOS: ISTOCK_KATARZYNA BIALASIEWICZ; FRANZ GLEISS (v.l.) Landesamtsdirektor Werner Trock, Politikwissenschafter Peter Filzmaier, Elisabeth Bräutigam (Vorständin NÖ Landesgesundheitsagentur), Gerald Gartlehner, MPH (Leiter des Departments für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation, UWK), Herwig Ostermann (GF Gesundheit Österreich GmbH) und Friedrich Faulhammer (Leiter der Zukunftsinitiative) vorgesehen. Elektive Leistungen werden weiterhin in Waidhofen/Ybbs erbracht. Wie in allen Regionen ist auch hier das Ziel, eine abgestufte, wohnortnahe Versorgung zu gewährleisten. NEUE STRUKTUR Im Weinviertel entsteht eine neue Versorgungsstruktur, die den Anforderungen der demografischen Entwicklungen in der Region gerecht wird. Es handelt sich um ein Generationenprojekt: Die Dauer bis zur Fertigstellung liegt zwischen zehn und 15 Jahren. Bis dahin bleiben die bestehenden Strukturen wie gewohnt erhalten. Die Gesundheitsregion Weinviertel umfasst im Jahr 2040 spezialisierte klinische Leistungen in den zwei Schwerpunktkliniken Weinviertel Nord in Mistelbach und im Klinikum Weinviertel Süd, das in Stockerau errichtet wird. In Ambulatorien werden fachärztliche Leistungen sowie tagesklinische Operationen in verschiedenen Disziplinen angeboten. Ein Ambulatorium wird in Hollabrunn entstehen und fachärztliche Leistungen anbieten; auch in Gänserndorf ist ein Ambulatorium in Planung. Zusätzlich zu den bestehenden Pflege- und Betreuungszentren wird ein Gesundheits- und Pflegecampus in Hollabrunn mit 290 Betten errichtet, der mit seiner Größe und Leistungsbreite einzigartig in ganz Österreich ist. Neben der Gesundheits- und Krankenpflegeschule und FH-Studienplätzen in Mistelbach entsteht ein neuer Ausbildungscampus in Korneuburg. VERSORGUNG GESICHERT Mit dem Spatenstich beim Landesklinikum Horn starteten die Veränderungen im Waldviertel. Der Standort ist seit 1993 in Betrieb und bedarf einer Generalsanierung. Es wird ein Ausweichquartier in Holzbauweise geschaffen, das Bestand hat – ein Zentrum der Urologie und damit Platz für eine gesamte Station. Auch andere Bereiche brauchen eine infrastrukturelle Erneuerung. Geplant ist ein PET-CT, ein Großgerät, das besonders für die onkologische Diagnostik essenziell ist. Die Urolo- GESUNDHEIT ZWISCHEN PRÄVENTION UND SPITZENMEDIZIN Worauf morgen? achten wir

13 www.gesundundleben.at 07 & 08 / 26 Alle Information unter 0800 800 408 www.notru elefon.at Hilfe auf Knopfdruck: zuhause & unterwegs Notruftelefon: Sicher durch den Sommer! 30 Euro sparen bei Selbstinstallation! Sie entscheiden sich in Ihrem Geburtstagsmonat für ein Notrufelefon und wir schenken Ihnen einen 30 € Gutschein* für das Menüservice als kleine Aufmerksamkeit. Das (mobile) Notru elefon und die smarte Notrufuhr geben Ihnen Sicherheit rund um die Uhr, wenn Sie… • alleine leben und Angst haben, zu stürzen oder sich selbst nicht mehr helfen zu können, • sich nach einer Operation oder Rehabilitation nicht ganz sicher fühlen • sich solche oder ähnliche Sorgen um Ihre*n Angehörige*n machen, • auch bei Spaziergängen, im Garten oder unterwegs das entscheidende Plus an Sicherheit suchen TIPP: Mietkostenzuschuss vom Land NÖ möglich! Geburtstags-Aktion! *Aktionsbedingungen unter 0800 800 408 ANZEIGE gie wird von Waidhofen/Thaya übersiedeln und in Horn gebündelt. In Zwettl werden zwei Eingriffsräume errichtet. Tageschirurgische Eingriffe werden von dort ausgelagert, dafür chirurgische Eingriffe in Zwettl fokussiert. In Allentsteig wird in die Infrastruktur investiert. Auch das finale Leistungsspektrum der Gesundheitsklinik Gmünd wurde präsentiert. Eine durchgehende Erstversorgung steht zur Verfügung, ergänzt durch eine allgemeinmedizinische und fachärztliche Versorgung. Zudem wird der Notarztstützpunkt mitsamt Hubschrauberlandeplatz zukünftig am Standort verortet. Gmünd wird mit tagesambulanten Eingriffen in den Fächern Chirurgie, Augenheilkunde und Orthopädie/Traumatologie das tagesambulante Zentrum des Waldviertels. Ergänzt wird die neue Klinik durch ein Radiologiezentrum und ein Chronikerzentrum. Es ist das erste Ambulatorium österreichweit, in dem die NÖ Landesgesundheitsagentur und die Österreichische Gesundheitskasse ein gemeinsames Angebot stellen. Das Landesklinikum Gmünd wird erst dann ersetzt, wenn die neue Gesundheitsklinik in Betrieb ist und die medizinische Versorgung für die Menschen in der Region gesichert bleibt. SCHRITT FÜR SCHRITT Eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse (IfDD) zeigt deutlich, wie stark die Unterstützung ist: 82 Prozent der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher halten die Maßnahmen für dringend oder eher notwendig. Rund zwei Drittel wollen, dass die Empfehlungen der Expertinnen und Experten konsequent umgesetzt werden. 90 Prozent sagen, dass sie lieber ambulant als stationär behandelt werden wollen, wenn es medizinisch möglich ist und 89 Prozent möchten lieber in einem Klinikum mit spezialisierten Expertinnen und Experten operiert werden, auch wenn sie bis zu 30 Minuten länger fahren müssten. Sie wollen die beste, nicht die nächstmögliche Versorgung. Der Gesundheitsplan wird Schritt für Schritt realisiert. Die Maßnahmen tragen dazu bei, die Versorgung moderner, koordinierter und patientenorientierter zu gestalten. Die nächsten Projekte stehen bereits auf dem Plan. n Auch im Bereich der Orthopädie werden die Angebote besser vernetzt. GESUND & LEBEN hält Sie auf dem Laufenden. VERSORGUNG

14 FOTOS: BEIGESTELLT DANKE SAGEN Tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bemühen sich in den NÖ Kliniken und Pflege-, Betreuungs- und Förderzentren um die Patientinnen und Patienten sowie Bewohnerinnen und Bewohner. Viele Menschen möchten dafür ihren Dank aussprechen! GESUND & LEBEN veröffentlicht in jeder Ausgabe Ihre Anregungen und Ihr Lob. Nutzen auch Sie die Gelegenheit für Ihr ganz persönliches Danke! Wir sagen DANKE! redaktion@ gesundundleben.at, Fax: 01/9611000-66. GESUND & LEBEN, Schlagergasse 11, 1090 Wien, Stichwort: Danke-Briefe Meinen Geschwistern und mir ist es ein großes Bedürfnis, uns für die ausgezeichnete Betreuung und Pflege unseres fast 90-jährigen Vaters im Landesklinikum Melk zu bedanken. Die Ärztinnen, Ärzte und das Pflegepersonal in der Ambulanz waren so nett zu ihm, halfen beim Ausziehen, beruhigten ihn und erklärten jede Maßnahme, die durchgeführt werden musste. Dann wurde er von einem Zivildiener auf die Station 5 gebracht. Jeder auf der Station war freundlich, zuvorkommend und nett. Dank der ausgezeichneten ärztlichen Versorgung, unter anderem durch Primaria Dr. Dornig, kam es zum Absinken der drastisch erhöhten Blut- und Blutzuckerwerte und er konnte in einem seit langem nicht dagewesenen Gesundheitszustand wieder nach Hause gehen. Helga Lebersorger Ein herzliches Dankeschön an OA Dr. Nikolay Milev, Dr. Christian Reiner und das tolle Team vom Nachtdienst im Landesklinikum Waidhofen/Thaya. Dank der hervorragenden und schnellen Erstversorgung haben Sie unserer Mutter Viktoria Fröhlich in einer kritischen Situation das Leben gerettet. Für die Professionalität und das rasche Handeln bedanken sich Viktoria Fröhlich und ihre Töchter. Martina Steiner (v.l.) DGKP Elisabeth Teufel, DGKP Heidi Schweiger, Abteilungshelferin Isabella Fichtinger, DGKP Martina Glatzeder-Aichinger, Stationsleitung Sandra Lehner, Dr. Simeon Klein, DGKP Heidi Höfinger, Pflegefachassistentin Laura Glöckl, Zivildiener Thomas Gruber und Dr. Magdalena Bischof Danke an das Team Sonne im Pflege- und Betreuungszentrum Scheiblingkirchen für die liebevolle und professionelle Pflege meines Vaters, der dreieinhalb Jahre im Heim verbrachte, sowie für die würdevolle Begleitung bis zum Schluss. Ein besonderer Dank an unsere Lieblingsschwester Eveline! Familie Schöggl Das Team Sonne im Pflege- und Betreuungszentrum Scheiblingkirchen freut sich über die dankenden Worte. (v.l.) Heimhilfe Orgesa Berisha, Heimhilfe Ümmügülsüm Isik, Pflegeassistentin Manuela Lechner, DGKP Nicoleta Soare und Zivildiener Sebastian Tod Vielen Dank an die gesamte Belegschaft im Pflege- und Betreuungszentrum Türnitz! Sie haben Herta Punz ein angenehmes Wohnen bereitet. Meine Schwester hat immer in den höchsten Tönen von Ihnen gesprochen. Nochmals herzlichen Dank und alles Liebe. Theres und Karl Sehr geehrtes Team des Pflege- und Betreuungszentrums Wiener Neustadt, im Namen meiner Familie möchte ich Ihnen von Herzen für die fürsorgliche und engagierte Betreuung meiner Oma Katharina Gorican danken. Seit Juni 2022 lebte meine Oma im Wohnbereich Clara. Besonders in Anbetracht ihrer Erblindung war es für uns von unschätzbarem Wert zu wissen, dass sie bei Ihnen nicht nur medizinisch, sondern auch menschlich so einfühlsam begleitet wurde. Einen besonderen Bezug hatte sie zu Theres und Maja, jedoch hat das gesamte Team unter der Leitung von DGKP Barbara Haslinger ihr mit großer Geduld, Aufmerksamkeit und Wärme geholfen. In einer Zeit, die für uns alle nicht immer einfach war, haben Sie mit Ihrer Menschlichkeit und Professionalität maßgeblich dazu beigetragen, dass meine Oma ihre Lebensqualität und Würde bis zu ihrem Versterben bewahren konnte. Ihr Einsatz geht weit über das Selbstverständliche hinaus und verdient höchste Anerkennung. Bianca Kager (v.l.) Georg und Gabriele Gorican, Pflegeassistentin Gabriele Nemec, Abteilungshilfe Daniela Riegler, Pflegeassistentin Tamara Fink, Bianca Kager und Gilbert Faulhaber (Koordinator mobiles Palliativteam) (v.l.) Dr. Christian Reiner, DGKP Tanja Dangl (stv. Stationsleitung Intensivstation), OA Dr. Matthäus Ernstbrunner, DESA (Standortleiter Anästhesiologie und Intensivstation), DGKP Daniel Hörndl und DGKP Daniela Stallecker (pflegerische Leitung Ambulanz)

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG • FOTOS: ZVG Kennen auch Sie dieses Szenario? Sie sitzen in einer gemütlichen Runde, alle unterhalten sich angeregt und lachen, doch Sie verstehen nicht, worum es im Gespräch eigentlich geht. „Wie bitte?“, haben Sie eben schon dreimal gefragt. Jetzt nicken Sie einfach nur noch und fühlen sich trotz der Nähe zu Ihren Freunden seltsam weit weg. Genau so fühlt sich zunehmender Hörverlust an. Und: Er beginnt meist schleichend. Man stellt den Fernseher einen Tick lauter, überhört das sanfte Zwitschern der Vögel im Garten oder überspielt die Unsicherheit bei Familienfeiern mit einem charmanten Lächeln. ZUSAMMENHANG ZWISCHEN UNBEHANDELTER ALTERSSCHWERHÖRIGKEIT UND DEMENZ-RISIKO Wenn das Gehör nachlässt, muss das Gehirn die fehlenden Ton-Informationen mühsam aus dem Kontext erraten. Das kostet viel Kraft. Während das Gehirn in jungen Jahren diese Defizite noch gut ausgleichen kann, schwinden diese Reserven im Alter. Die Gefahr: Können wir Gesprächen nicht mehr folgen, meiden wir sie irgendwann ganz. Doch dieser unbewusste soziale Rückzug ist ein großes Problem für die geistige Fitness. Studien zeigen einen deutlichen Zusammenhang zwischen unbehandelter Schwerhörigkeit und einem erhöhten Demenzrisiko. Das Gehirn braucht den Austausch mit anderen, um fit zu bleiben. Ein regelmäßiger Hörtest ab etwa 50 Jahren sollte deshalb zur ganz normalen Gesundheitsvorsorge gehören. Bei den Hörakustikern von UNITED OPTICS etwa funktionieren diese Hörtests präzise und ohne lange Wartezeiten und sind deshalb besonders beliebt. Termine lassen sich bequem online – unter www.unitedoptics.at – vereinbaren. Sollte Ihr Gehör Unterstützung brauchen, gibt es mehr als klassische Hörgeräte: UNITED OPTICS bietet in Österreich exklusiv die axone Hörtherapie an – ein 14-tägiges Intensivprogramm, das man mit Handy-App bequem zu Hause absolvieren kann. Studien bestätigen den Erfolg dieser Hörtherapie und zeigen eine Verbesserung des Sprachverstehens um bis zu 29 Prozent. WIEDER HÖREN WIE FRÜHER So wird gutes Hören wieder möglich Jetzt gleich online bei UNITED OPTICS einenTermin für einen Hörtest vereinbaren und mehr über die Hörtherapie erfahren: www.unitedoptics.at/hoerakustik BESSER HÖREN KANN MAN LERNEN Sollte das Gehör tatsächlich Unterstützung benötigen, heißt das übrigens nicht, dass ein klassisches Hörgerät die einzige Option ist. UNITED OPTICS geht hier völlig neue, innovative Wege und bietet exklusiv in Österreich die axone Hörtherapie an. Statt das Gehör nur passiv zu verstärken, wird es bei diesem 14-tägigen Intensivprogramm zusätzlich aktiv trainiert. Bestehend aus zwei Modulen, dem täglichen Tragen von Trainingsgeräten und 30-minütigen Hörübungen, die bequem von zu Hause aus mit dem Handy absolviert werden können, werden die eingerosteten Nervenbahnen reaktiviert und das Gehirn wieder darauf geschult, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Gutes Hören ist wichtig für ein aktives Leben bis ins hohe Alter. Schenken wir unserem Gehör also die Aufmerksamkeit, die es verdient – damit wir bei der nächsten geselligen Runde nicht mehr nur verlegen lächeln, sondern wieder von ganzem Herzen mitlachen können. n 15 www.gesundundleben.at 07 & 08 / 26

16 FOTO: NLK | BURCHHART LEBENSNAH: TIPPS & INFOS W ie Menschen ihre eigene Gesundheit einschätzen, Informationen bewerten und Entscheidungen treffen, beeinflusst ihren Alltag oft stärker als vermutet. Mit einem neuen Dreijahresschwerpunkt rückt „Tut gut!“ deshalb das Thema Gesundheitskompetenz stärker in den Fokus. Gesundheitsinformationen sind heute nahezu überall präsent – in sozialen Medien, im Internet, in Schule und Beruf oder im persönlichen Umfeld. Gleichzeitig wächst die Herausforderung, seriöse Inhalte von Fehlinformationen zu unterscheiden. Studien zeigen: Menschen mit hoher Gesundheitskompetenz nehmen Vorsorgeangebote häufiger in Anspruch, schätzen ihre Gesundheit realistischer ein und finden sich im Gesundheitssystem besser zurecht. Eine geringe Gesundheitskompetenz kann hingegen mit ungünstigem Gesundheitsverhalten, häufigeren Krankenständen oder Problemen im Umgang mit Therapien und Medikamenten verbunden sein. FOKUS AUF MENTALE GESUNDHEIT In den kommenden drei Jahren will „Tut gut!“ unterschiedliche Aspekte der Gesundheitskompetenz gezielt aufgreifen. Den Auftakt bildet 2026 das Motto „Wie geht’s eigentlich mir?“, ein Schwerpunkt zur mentalen und psychosozialen Gesundheitskompetenz. Im Fokus stehen dabei vor allem Jugendliche sowie Erwachsene im erwerbsfähigen Alter. Thematisch beschäftigt sich das Programm unter anderem mit Einsamkeit, Schlaf, Stressmanagement, Entspannung und Lesen. Geplant sind Informationsmaterialien, Webinare, Selbsttests, Schulungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Mitmach-Angebote für die Bevölkerung. Begleitend dazu sind Medienkampagnen und weitere Awareness-Maßnahmen vorgesehen. Ab 2027 soll der Schwerpunkt um Ernährungs- und Bewegungskompetenz erweitert werden. Informationen: noetutgut.at/gesundheitskompetenz Gesundheit besser verstehen Heute möchte ich dir eine sehr wichtige Frage beantworten: Welche Zahnbürste ist eigentlich die richtige für dich? Weißt du, nicht jede Zahnbürste passt zu jedem. Wenn du noch ein ganz kleines Kind bist – also jünger als drei Jahre –, brauchst du eine besonders winzige Zahnbürste mit einem kleinen Bürstenkopf und ganz weichen Borsten. Deine ersten Zähne sind nämlich noch sehr zart und wollen sanft behandelt werden! Außerdem ist dein Mund noch so klein, dass eine große Bürste gar nicht richtig hineinpassen würde. Wenn du dann älter als drei Jahre bist, darfst du eine etwas größere Zahnbürste nehmen – aber immer noch mit einem Kinderkopf! Der Bürstenkopf soll ungefähr so groß sein wie zwei deiner Vorderzähne nebeneinander. So kommst du auch ganz hinten in deinen Mund und erreichst alle Zähne. Die Borsten sollen weich oder mittelweich sein, denn zu harte Borsten können dein Zahnfleisch ärgern! Egal ob du lieber eine bunte Handzahnbürste in deiner Lieblingsfarbe magst oder eine elektrische Zahnbürste benutzt – beide putzen super, wenn du sie richtig verwendest! Wichtig ist, dass du die Bürste alle zwei bis drei Monate wechselst, denn wenn die Borsten schon alle verbogen sind, können sie die Zähne nicht mehr richtig sauber machen. Also denk daran: Eine Zahnbürste, die perfekt zu dir passt, macht das Zähneputzen viel leichter – und deine Zähne werden es dir danken! Mach’s gut und bis bald, Hallo, ich bin’s, dein Kroko! dein Kroko Informationen: www.apollonia-noe.at „Tut gut!“ rückt mit einem neuen Schwerpunkt die Gesundheitskompetenz der niederösterreichischen Bevölkerung ins Rampenlicht. Landesrat Anton Kasser, Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig und „Tut gut!“-Geschäftsführer Erwin Zeiler präsentierten den neuen Dreijahresschwerpunkt von „Tut gut!“.

GENUSS Schulen tragen eine große Verantwortung für eine ausgewogene Ernährung, da diesesThema im Alltag oft zu kurz kommt. Insbesondere, weil die Ernährungsgewohnheiten gerade im Schulalter geprägt werden und somit einer späteren unausgewogenen Ernährungsweise entgegengewirkt werden kann. Die Europäische Union möchte Kinder in der Phase, in der ihre Essensgewohnheiten geprägt werden, für eine ausgewogene Ernährung sensibilisieren. Deshalb wird die Bereitstellung von Milch und Milchprodukten europaweit im Rahmen des EUSchulprogramms gefördert. Zudem soll das Wissen der Kinder über Lebensmittel verbessert werden. Ziel ist es, Kindern möglichst früh die Bedeutung von gesundheitsförderlichen und regionalen Nahrungsmitteln näherzubringen, vertiefende Kenntnisse über deren Herkunft zu vermitteln und Freude am Genuss von Milch und Milchprodukten zu wecken. WAS IST IN DER SCHULMILCH? Die Schulmilch wird in Österreich von etwa 45 Schulmilchbauern hergestellt. Diese verarbeiten die auf den Betrieben gemolkene Milch auch gleich in den eigenen Hofmolkereien und tragen somit zu einer regionalen Versorgung der Schulen und Kindergärten bei. Um die Produkte so natürlich wie möglich zu halten, werden ihnen weder Süßungsmittel, Geschmacksverstärker noch Koffein oder Salz und Fette zugesetzt. Alle Schulmilchprodukte sind pasteurisiert, das bedeutet, das Ausgangsprodukt Milch wird so hoch erhitzt, dass keine unerwünschten Keime in der Milch und schließlich im Schulmilchprodukt vorhanden sind. Der natürliche Fettgehalt in der Milch bleibt dabei erhalten, hin und wieder kommt es zu einer Homogenisierung, damit das Fett nicht oben aufschwimmt. Der Zuckerzusatz ist ebenfalls streng geregelt, dieser darf im aktuellen Schuljahr maximal 3,5 Prozent betragen. Durch den Konsum von sehr süßen oder salzigen Speisen verändert sich unser Geschmacksempfinden. Viele Fertiggerichte enthalten zu viel Zucker, Fett und Salz. Die Reduktion des Zuckerzusatzes in den Schulmilchprodukten ist somit ein wichtiger Schritt, um einer Süßprägung des Geschmacks entgegenzuwirken und den Kindern den natürlichen Geschmack von Lebensmitteln näherzubringen. WIE KOMMT DIE SCHULMILCH IN DIE SCHULE? Jede anerkannte Schule und jeder anerkannte Kindergarten in Österreich kann am EU-Schulprogramm teilnehmen und so den Kindern mit regionalen Lebensmitteln eine Möglichkeit zu einer ausgewogenen Ernährung bieten. Die Schulmilchprodukte werden abhängig von den getätigten Bestellungen der Schülerinnen und Schüler direkt in die Schule geliefert und dort verteilt. Dabei entsteht kein bürokratischer Mehraufwand, da der Schulmilchbauer die Förderabwicklung mit der Agrarmarkt Austria durchführt. Die verwendeten Verpackungen aus Glas werden zurückgenommen, gesäubert und wieder befüllt. Die Verpackungen aus Kunststoff werden ebenfalls zurückgenommen und fachgerecht recycelt. n WIE KANN ICH AM EU-SCHULPROGRAMM TEILNEHMEN? Informationen: www.ama.at/FachlicheInformationen/Schulprogramm Die regionalen Schulmilchbauern bieten mit Einverständnis der Schule gerne auch Verkostungen und Exkursionen an. Bleiben Sie immer am Laufenden und folgen Sie Schulmilch Österreich auf Facebook und Instagram! Unter milch@lk-noe.at können Sie kostenlos den Schulmilchfolder oder die SchulmilchBotschafterbroschüre bestellen. AUSGEWOGENE ERNÄHRUNG DURCH DAS EU-SCHULPROGRAMM ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG • FOTOS: ZVG www.gesundundleben.at 07 & 08 / 26

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